Home - Schwarze Götter im Exil

Fotos von Pierre Verger und Mario Cravo Neto


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Terreiro

"Stück Land", Bezeichnung für eine Candomblé *) -Kultstätte, die auf einem größeren Stück Land liegt, das einen direkteren Zugang zur Natur ermöglicht. Kleinere Kultstätten ohne umliegendes Gelände werden meist nur als "Casa" (Haus) bezeichnet.

"Jedes Terreiro erscheint als eine Miniatur Afrikas, wobei die räumliche Konzeption der Kosmovision der Yorubavölker *) eine wesentliche Rolle spielt. Dieser gewonnene 'Freiraum' mußte 'draußen', im Busch sein, im Unterschied zu jenem sozialen Ort, den die Sklaven und später ihre Nachkommen von der dominierenden weißen oder von der an der weißen Bevölkerung ausgerichteten städtischen Gesellschaft zugewiesen bekamen. Im Terreiro sind die beiden untrennbar verbundenen Teile des Universums repräsentiert: Orun, der Himmel und Aiyé, die Erde. ... Es ist ein qualitatives Afrika, das sich hier vergegenwärtigt und 'reterritorialisiert'." [1]

Anmerkung:

1.

 

Moema Parente Augel: AXÉ - Lebensenergie und sakrale Kraft. Die dynamische Struktur der Welt der Orixá. In: Trigon Nr. 4, Berlin 1994, S. 87

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