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Fotos von Pierre Verger und Mario Cravo Neto


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Staatliches Museum für Völkerkunde, München

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Rahmenprogramm zur Ausstellung

 

Schwarze Götter im Exil.
Fotografien von Pierre Fatumbi Verger

Symposium und Podiumsdiskussion
Territorium und kulturelle Identität - Schwarze Diaspora in den Amerikas und in Europa

Mit Ausschnitten des Dokumentarfilms "Black Deutschland" von Oliver Hardt

"Mein Ort ist die Abwesenheit eines solchen".
Edmond Jabès

In der Auseinandersetzung mit dem Lebenswerk des französischen Fotografen Pierre Verger thematisiert das Symposium die historischen und kulturellen Verflechtungen des "Schwarzen Dreiecks" zwischen Afrika, Amerika und Europa. Vor diesem Hintergrund beschäftigt es sich mit den aktuellen Entwicklungen und möglichen Perspektiven der europäischen Gesellschaften in ihrem Umgang mit den sogenannten "Fremden".
Was heißt es Europäer zu sein? Renommierte Wissenschaftler und Künstler diskutieren im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse in Frankreich und anderen europäischen Ländern
über die Notwendigkeit und Unmöglichkeit, schwarzer Europäer zu sein, über Fragen von Immigration, Ethnizität und Diasporaidentität in Europa.

Teilnehmer:

Paul Gilroy, Soziologe und Kulturwissenschaftler, Anthony Giddens Professor of Social Theory an der London School of Economics. Durch sein 1993 erschienenes Buch "The Black Atlantic, Modernity and Double Consiousness" gilt er als eine der wichtigsten Stimmen eines Paradigmenwechsels im europäischen Denken zwischen Moderne und Transnationalismus.

Tina Campt, Historikerin
Associate Professor und Interim Director of Womens Studies an der Duke University in Durham, North Carolina. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Schwarze Deutsche Geschichte sowie "Gender"-Fragen, Erinnerung und ’racial formation’ innerhalb Afrikanischer Diasporagemeinden in Europa.

Gloria Wekker, Anthropologin
Professorin und Direktorin des Center of Expertise on Gender, Ethnicity and Multiculturality an der Universität Utrecht. Sie ist Autorin zahlreicher Veröffentlichungen in denen sie sich mit Sexualität und (transnationaler) Identität sowie interethnischen Beziehungen weißer und schwarzer Niederländer und der Geschichte schwarzer Migranten und Flüchtlingsfrauen in den Niederlanden beschäftigt.

Sérgio Costa, Soziologe
Professor für Soziologie an der Universidade Federal de Santa Catarina, Privatdozent für Soziologie an der FU Berlin und zugleich Forscher am CEBRAP in Sao Paulo. Seine Forschungen kreisen um die Themenkomplexe Öffentlichkeit, kulturelle Vielfalt, Demokratietheorie, Rassismus und Anti-Rassismus.

Jacques Toubon, ehemaliger Minister für Kultur und Frankophonie, Europaabgeordneter und Vorsitzender des öffentlichen Interessenverbandes Cité nationale de l’histoire de l’immigration in Paris.

José António Fernandes Dias, Sozial- und Kulturanthropologe, Professor für Kunstanthropologie und Alltagskultur an der Fakultuät der Universität Lissabon. Im Mittelpunkt seines Interesses stehen die Beziehungen zwischen Kunst und Postkolonialismus; zwischen Alltagskultur und Identität. Für die Calouste Gulbenkian Stiftung in Lissabon übernahm er die Leitung des Projekts "artafrica", das zeitgenössische Kunst aus afrikanischen Ländern des portugiesischen Sprachraums präsentiert.

Oliver Hardt, Filmemacher
Er ist Regisseur des Dokumentarfilms "Black Deutschland" (www.blackdeutschland.de) und Initiator des arte-Themenabends "Schwarze Haut, weiße Angst" zur Situation der Schwarzen in Frankreich und Deutschland (Erstsendung 24. 1. 2006).


Moderation:
Sabine Broeck, Amerikanistin
Professorin für Amerikanistik an der Universität Bremen, Vorstandsmitglied des Collegium of African-American Research, mit den Forschungsschwerpunkten African-American Studies, "Black Diaspora" und transatlantische Moderne sowie "Gender"-Forschung. Von 2000 bis 2005 amtierte sie als Konrektorin für internationale Angelegenheiten an der Universität Bremen.

11. März, 10 Uhr
Goethe-Forum
Dachauer Strasse 122
80637 München

Podiumsdiskussion um ca. 19.30 Uhr

Eintritt frei

In Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten in Salvador da Bahia, Rio de Janeiro, São Paulo und Lissabon und dem Institut Français München. Mit freundlicher Unterstüzung der Calouste Gulbenkian Stiftung Lissabon.

Kontakt
Goethe-Institut München:
Forum Goethe-Institut
Inga Harenborg
Tel:+49 (0)89-15921-396
Email

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