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Fotos von Pierre Verger und Mario Cravo Neto


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Pierre Verger

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110 Fotos zu den Themen der Ausstellung, mit Texten von Pierre Verger:

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 * 1902 Paris, Frankreich
+ 1996 Salvador, Bahia, Brasilien

>>  Biographie, Portätfotos

Kein Fotograf des 20. Jahrhunderts hat die wechselseitigen kulturellen Beziehungen und den kontinuierlichen Wissenstransfer zwischen Europa, Afrika und den beiden Amerikas so umfangreich erforscht und dokumentiert wie Pierre Verger. Während sein Werk in Europa weitgehend unbekannt geblieben ist, gilt Verger in seiner Wahlheimat Brasilien und darüber hinaus in ganz Lateinamerika seit langem als einer der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Er spielte eine herausragende Rolle als Wegbereiter der visuellen Anthropologie und beeinflusste eine ganze Generation von Künstlern, Literaten und Wissenschaftlern beiderseits des Atlantiks. Sein fotografisches Werk, das hauptsächlich zwischen den 1930er und 1960er Jahren entstand, trug wesentlich zum (Selbst)Verständnis der modernen multi-ethnischen Gesellschaften der 'Schwarzen Amerikas' (Roger Bastide) bei. In Deutschland wurde Verger über Hubert Fichte und Eleonore Mau bekannt, deren Publikationen Xango und Petersilie nur dank seiner Unterstützung entstehen konnten.

Pierre Fatumbi Verger bereiste als international bekannter Fotoreporter für Paris-Soir, Match-Magazine, Daily Mirror, LIFE, La Prensa, O Cruzeiro, Unesco Kurier u.a. alle fünf Kontinente. Im Jahre 1946 kam er erstmalig nach Salvador de Bahia, das fortan zu seiner zweiten Heimat werden sollte. Neben seinen zahlreichen Reisereportagen aus Afrika hielt er das Leben dieser heimlichen Hauptstadt der afro-brasilianischen Künste und Kultur (mit mehr als 3.000 Kultstätten) in faszinierenden Bildern fest. Seit den 1950er Jahren erschienen zahlreiche Fotobände in Brasilien und Frankreich, die heute vergriffen sind.

Bis an sein Lebensende (1996) wohnte Verger unter einfachsten Bedingungen in einem Vorort Salvadors und war aktives Mitglied in einer afro-brasilianischen Glaubensgemeinschaft. In seinem ehemaligen Haus befindet sich heute die Fundaçao Pierre Verger, die den Nachlass von rund 62.000 zum großen Teil unveröffentlichten Aufnahmen sowie seine Bibliothek und Korrespondenzen für dieses Projekt zur Verfügung stellt.

>> Druckversion: Das Projekt

Siehe auch die sehr umfangreiche Website der
>> Stiftung Pierre Verger

 

Ausstellung und Eröffnung in Berlin

Fotos der Ausstellung in Berlin

Texte aus dem Katalog:

Vorwort
Dr. Christina Weiss
Staatsministerin für Kultur, Deutschland

Grußwort
Gilberto Gil
Kulturminister Brasiliens

Schwarze Götter im Exil
Einleitung der Herausgeber Manfred Metzner und Michael M. Thoss

Pierre Verger - Interview
Von Gilberto Gil

Katalogbuch
Informationen, Bestellung

Weiterer Text:

Ethnographie und Photographie
Von Pierre Verger

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